Die ultimativen Wintertipps der Reiseblogger

Vor ein paar Tagen war es soweit! Auch in Deutschland sind die ersten Schneeflocken gefallen – der Winter ist da! Für alle die nun da draußen sitzen und sich fragen was man bei diesem Wetter denn alles machen könnte, habe ich mal eine Umfrage gestartet. Ich habe meinen lieben Reiseblogger-Kollegen folgende Fragen gestellt:

  • Was sind deine Tipps für den Winter?
  • Welche Aktivitäten sollte man unbedingt ausprobieren?
  • Was ist dein Lieblings-Winterort?

So bunt wie die Reiseblogger-Szene waren auch die Antworten, die ich bekommen habe. Auf geht’s: die ultimativen Wintertipps der Reiseblogger! 🙂

Melanie von World Whisperer

Wintertipps der Reiseblogger MelanieWas sind deine Tipps für den Winter?
Eindeutig: Die Ruhe des Nordens genießen.
Lappland, sei es jetzt Schweden oder Finnland bietet Ruhe, Entspannung und ein Spektakel am Himmel, die Aurora Borealis, die ihr besonders gut nördlich vom Polarkreis beobachten könnt. Das einzige was es dazu braucht, ist etwas Sonnenaktivität und einen klaren Himmel.
Wenn ihr das Ganze dann noch mit einer Schlittenhundetour kombiniert, ist das Wintererlebnis perfekt.

Welche Aktivitäten sollte man unbedingt ausprobieren?
Schlittenhundefahren! Meine Erfahrungen als Guide haben mir gezeigt, dass es wirklich etwas für jeden ist. Ein paar Gäste hatten etwas Angst, aber sobald die kleinen kalten Nasen der Hunde sie berührten, berührten sie auch die Herzen der Menschen.
Schlittenhundefahren, das ist wie Philisophie. Man steht auf den Kuven, hört nichts anderes als das leise Hecheln der Hunde und das Knirschen der Kuven im Schnee, wenn man darüber gleitet in eine Landschaft des ewigen Nichts.
Besonders zu empfehlen ist es eine Mehrtagestour zu buchen. Dabei übernachtet ihr in Wildnishütten ohne Strom und Wasser – für das komplette Outdoorerlebnis.
Selber Holz hacken, ein Wasserloch im See oder Fluss bohren und die Hunde versorgen.
Immer dabei: die Ruhe, denn die nächsten Dörfer sind meistens viele Kilometer weit weg.

Schlittenhundetour Schweden

Was ist dein Top-Winterort dafür?
Kangos in Nordschweden ist ein wunderbarer Ort. Hier ist keine andere Schlittenhundefarm weit und breit zu sehen abgesehen von “Explore the North”. Somit trefft ihr auch keine anderen Gruppen und könnt die Ruhe wirklich genießen.
Hier werden auch andere Aktivitäten angeboten, wie zum Beispiel Schneeschuhlaufen, Schneemobil fahren (für diejenigen, die es etwas schneller und lauter mögen) oder Skilanglauf.
Was die wenigsten wissen: Auch in Nordschweden und –finnland könnt ihr wunderbar Skilaufen. In Ylläsjärvi in Finnland, ungefähr auf derselben Höhe wie Kangos, habt ihr 330km an Loipen zum Skilanglauf, sowie 61 Ski-Downhill Pisten.

Noch mehr Schweden-Berichte von Melanie findet ihr hier.

Gabi von 5 Reicherts

5 Reicherts
Das nördliche Norwegen ist in erster Linie als Sommerreiseziel bekannt. Die Winter sind lang, kalt und oft stürmisch, aber in den lang andauernden Nächten verzaubern die farbigen Nordlichter den Himmel und die eindrucksvolle Bergkulisse.
Wir lieben es am Meer und in den Bergen gleichzeitig zu sein! Ich fühle mich unglaublich lebendig, wenn ich im winterlichen Sturm den Naturgewalten ausgesetzt bin. Die extrem klare Luft zu atmen, dabei das Nordlicht zu bestaunen und natürlich auch fotografieren: das ist Glück!
Uns – wir reisen mit drei Teenagern – gefällt es dort oben so gut, dass wir immer wieder losziehen, um in der Natur unsere Batterien aufzuladen während wir die der Kameras leerziehen.

Aber Achtung, das Ziel ist exotisch; selbst mit dem Flugzeug ist man dorthin mindestens einen ganzen Tag unterwegs. Mit dem Auto braucht man für die 3500 km schon einige Tage, doch die Fahrt in den Norden ist ein Abenteuer für sich.

Nordlichter

Wenn ihr von Gabis unglaublich tollen Fotos genauso beeindruckt seid wie ich, dann findet ihr hier ein komplettes Tutorial zum Thema Nordlicht-Fotografie.

Madlen von Puriy

Madlen PuriyWas sind deine Wintertipps?
Oh, im Winter gibt es für mich nur zwei Optionen: entweder verreisen – weit weg – oder hier bleiben und sich in den Winterspaß stürzen. Immer wieder genieße ich es, wenn sich ein weißes Kleid über Berlin legt, das die gesamte Geräuschkulisse der Großstadt auffrisst. Leider wird es aber schnell eine matschige Angelegenheit und so sage ich, packt Euch gut ein und geht raus in die Natur! Da, wo ich im Sommer bin, ist es auch im Winter herrlich. In Berlin ist es am schönsten, wenn die Spree bei der Halbinsel Stralau zugefroren ist – ob Schlittschuhfahrer, Spaziergänger, Glühweinstand oder Soundsystem – alles ist möglich und macht viel Spaß.

Welche Aktivitäten sollte man unbedingt ausprobieren?
Ich bin da ziemlich altmodisch und liebe den klassischen Skilanglauf. Ich mag es, durch verschneite Wälder zu gleiten, wo man nur das Knirschen der Ski hört und die eisige Luft spürt. Kürzlich war ich im Tannheimer Tal, wo ich neben meinem Lieblingswintersport auch meine erste Schneeschuhwanderung gemacht habe. Das ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber kommt meiner Leidenschaft für Natur und Ruhe auch sehr nah – abseits ausgetretener Pfade aktiv zu sein. Aber natürlich nehme ich mir auch jedes Jahr vor, mal eine Piste hinunter zu düsen.

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Was ist dein Lieblings-Winterort?
Ich kenne nicht so viele Orte im Winter, da ich, wenn es schneit, meist in meine alte Heimat ins Mittelgebirge fahre. Im Thüringer Wald ist man in knapp vier Stunden. In den letzten Jahren drehe ich besonders gern meine Runden direkt auf dem Rennsteig. Einen kleinen Abstecher mache ich dann immer noch zum Hohen Möst. Von diesem beeindruckenden Felsen genieße ich besonders gern die Aussicht über den Langen Grund und den Kanzlersgrund.

Madlens kompletten Bericht von ihrem Ausflug ins Tannheimer Tal findet ihr hier.

Monika und Petar von American Lifestyle & Travel

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Ottawa im Winter
Kanadas Hauptstadt bietet viel mehr als die Schaltstellen kanadischer Regierungsbehörden. Sogar im Winter ist die Stadt am Ottawa River eine Reise wert. Unsere Highlights für drei Tage sind:

Parliament Hill und die National Museen
Ein Spaziergang über den Parliament Hill gehört dazu. Uns hat besonders der Rundgang um das Parlamentsgebäude gefallen, bei dem wir neben den Statuen kanadischer Premierminister und eine Gruppe kanadischer Sufragetten, die gemütlich bei einer Tasse Tee zu einem  Plausch auf metallenen Stühlen beieinander sitzen.

Winter ist Museumszeit. Und da ist Ottawa das perfekte Reiseziel, hat es doch gleich mehrere  Nationale Museen zu bieten: das Museum of Civilization, in dem man indianischen Kulturen ebenso nachspüren kann wie kanadischer Geschichte. Mit kanadischer Kunst kann man sich in der National Gallery of Art vertraut machen.

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Süßes aus den Wäldern Ontarios und Relikte des Kalten Kriegs
Unsere nächsten beiden Tipps liegen außerhalb von Ottawa, lassen sich aber gut an einem Tag erkunden: das Diefenbunker Museum, ein unterirdischer Bunker, der die wichtigsten kanadischen Regierungsmitglieder während eines Atomwaffenangriffs zur Zeit des Kalten Krieges schützen sollte.
Bei Fulton’s Sugar Bush erfuhren wir, wie der Saft des Zuckerahorns früher und heute gesammelt wird und wie daraus Ahornsirup entsteht. Und dass man daraus auch andere Leckereien herstellt wie Bonbons und Spa Produkte.

Auf kulinarischer Entdeckungstour durch Ottawa
Schon mal von Mr. Tea, Red Zeppelin oder Baroness Grey gehört? Nein? Wir auch nicht. Diese Teesorten entdeckten wir in einem Teeladen einer deutschen Auswanderin auf dem Byward Market in Ottawa.
Trotzdem sollte man den Magen nicht zu voll stopfen, denn es gibt noch mehr kulinarische Spezialitäten zu entdecken: was haltet Ihr von indianische-jamaikanischer Küche oder veganen Gerichten, bei denen einem das Wasser im Munde zusammen läuft? Oder kennt Ihr kanadische Fusion Cuisine?

Weitere Informationen zu Ottawa im Winter von Monika und Petar findet ihr mit einem Klick auf den Link.

Clemens von Andekdotique

Anekdotique_ClemensWas sind deine Tipps für den Winter? 
Ganz ehrlich: jeder will doch diesem Einheitsgrau entfliehen. Das kann man auf zwei Arten tuen. Entweder mit einem Flug in die Sonne wie z.B. nach Thailand oder Australien. Oder aber einfach mit einer Fahrt über die Wolkendecke – wie z.B. auf die Gletscher Tirols. Dort hast du nicht nur absolute Schneegarantie, sondern bewegst dich in einer solchen Höhe, dass dir die Wolken an den allermeisten Tagen nichts anhaben können.

Welche Aktivitäten sollte man unbedingt ausprobieren?
Abgesehen von Skifahren auf aberhunderten Pistenkilometern und feinstem Powder, sollte man sich einfach mal ins warme Auto setzen und einen Road Trip durch Tirol machen. Es ist einfach unglaublich, welch fotogene Landschaften sich da vor einem entfalten: Schneebedeckte 3000er, beschauliche Bergseen und das ewig währende Alpenglühen, das den Tag gebührend verabschiedet.

KaunertalWas ist dein Top-Winterort dafür?
Mein persönlicher Favorit dieses Winters ist das Kaunertal – mit einem Gletscher-Skigebiet, das zwar etwas abseits liegt, aber dafür umso idyllischer in die majestätische Umgebung gebettet ist. Ja, manchmal muss man beim Skifahren kurz innehalten, um den Blick über das Tal gleiten zu lassen. Schöner geht’s kaum. Mehr über meine Erlebnisse in Tirol gibt’s übrigens auf meinem Reiseblog Anekdotique.com: Im siebten Himmel: 5 Tage, 5 Tiroler Gletscher und 1000 Eindrücke.

Elena von Creativelena

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEigentlich muss ich mich zum Thema Wintersport & Schivergnügen zuallererst bei meinen Eltern bedanken. Diese haben mich aufgrund ihrer eigenen Leidenschaft bereits mit drei Jahren auf Schi gestellt: Seitdem LIEBE ich Schifahren, Snowboarden & alles was mit Sport im Winter an der frischen Luft zu tun hat! Jedoch mussten erst 30 Jahre vergehen und meine angereisten Freunde aus Spanien den entsprechenden “Vorwand” liefern, um endlich mal was anderes zu probieren: Eine Schneeschuhwanderung am Salzburger Hochkönig nämlich! Das Schigebiet liegt optimal nur eine knappe Stunde von der Stadt Salzburg entfernt und bietet als Teil der Schiwelt Amadé noch dazu fantastische Schischaukeln mit bequemen Liften über zahlreiche Berge. Das Schneeschuhwandern jedoch fand am wesentlich kleineren, direkt am Hochkönig gelegenen Schigebiet statt. Dort findet man, was das Schneeschuhwandern so besonders macht: Unendlich weite, glitzernde und vor allem ungestörte Winterlandschaften. Schneeschuhwanderung

Tief verschneit begrüßt uns der Wintermärchenwald, als wir mit unseren Schneeschuhen voller Freude umherstapfen. Dank der Dinger sinkt man wirklich nicht ein, die Schneeschuhe werden direkt an die Winterschuhe montiert und los geht’s! Als eingefleischte Wintersportlerin muss ich dieser neuen Disziplin neidlos Begeisterung einräumen: Ich würde es wieder und wieder tun, so viel Spaß hat’s gemacht! Daran ist sicher auch das perfekte Wetter des Tages schuld, aber dennoch: Empfehlenswert bleibt es, Schneeschuhwandern einfach mal auszuprobieren! Das vergleichsweise kleine Schigebiet Hochkönig auf über 2.000 Metern, direkt vor der Kulisse des beeindruckenden Hochkönig-Bergmassivs, eigent sich dazu einfach perfekt. Hier seid Ihr echt auf Du & Du mit der einmalig schönen Berglandschaft Österreichs.

SchneeschuhwanderungMehr Tipps & Reiseberichte von Elena findet Ihr hier.

Und nun? Was sollt ihr nun mit all diesen Tipps anstellen? Ich würde sagen: auch wenn zumindest hier in Leipzig grad die letzten Schneehäuflein verschwinden: raus mit euch in die Natur. Macht euch auf in die Berge und genießt nochmal den letzten Schnee, bevor der Sommer wieder kommt. 🙂

Karina

Karina

Karina ist 29 Jahre alt und lebt in Leipzig.
Tauchen, Reisen und Bloggen sind ihre großen Leidenschaften. Wann immer es möglich ist, erkundet sie die Welt und berichtet auf Zauberhaftes Anderswo von ihren zahlreichen Erlebnissen.
Karina

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