Warum du noch heute anfangen solltest deine Träume zu verwirklichen

Beim Blick auf den Kalender ist mir etwas aufgefallen: es ist jetzt gut zwei Jahre her, dass ich einen riesigen Sprung in meinem Leben gewagt habe. Ich krieg heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke wie aufgeregt ich damals war.

Was ich gemacht habe?

Nun ja… ich habe meinen Job gekündigt, um mir einen Traum zu verwirklichen.
Mit nur 25 hatte ich bereits einen sehr gut bezahlten und unbefristeten Vertriebsjob, mit einem ordentlichen Gehalt, viel Verantwortung und schickem Dienstwagen. Ich war mir zwar bewusst, dass es wirklich ein Privileg ist, all diese Dinge erreicht zu haben, aber… ich war nicht glücklich.
Im Gegenteil, zu dem Zeitpunkt vor zwei Jahren bin ich fast jeden Morgen aufgewacht und hab mich gefragt, was ich da eigentlich tue? Jeden Tag zu diesem Job fahren, auf den ich schon längst keine Lust mehr hatte. Ich habe täglich meine Zeit im Büro abgesessen und alle paar Minuten auf die Uhr geschaut, in der Hoffnung, dass der Tag endlich zu Ende gehen möge. Mehrere Monate habe ich einfach Irgendwie vor mich her gelebt, ohne das zu tun was ich eigentlich wollte: raus in die Welt gehen.

Also habe ich mir vor gut zwei Jahren ein Herz gefasst und den Sprung ins (eis-)kalte Wasser gewagt und meinen Job gekündigt – ohne genau zu wissen wie der Plan eigentlich aussieht. Um es mit den Worten meines damaligen Chefs zu sagen: ich hab ganz schönes Harakiri betrieben. 😉

Im Gegensatz zu einigen anderen Blogger-Kollegen, wollte ich nicht die Welt mit dem Rucksack entdecken. Mein Ziel war es einen Job im Ausland zu finden. Ich wollte weiterhin einen festen Wohnsitz und einen festen Job (ein wenig Sicherheit brauche ich dann doch) – aber all das eben in einem anderen Land. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt Ausländer zu sein. Wie es wohl ist, wenn man sich an die Kultur eines Landes anpassen muss. Ob ich Deutschland wohl vermissen würde… Und obendrein wollte ich eine der Sachen machen, die zu meinen Leidenschaften zählt: eine Fremdsprach mal so richtig lernen – nicht nur in irgendeinem Klassenzimmer, sondern direkt vor Ort, wo man gezwungen ist die Sprache auch zu sprechen.

Die Entscheidung meinen Job zu kündigen, zog aber nicht nur die Ungewissheit mit sich, nicht zu wissen, was für ein Job folgen würde. Es gab noch eine zweite Seite der Medaille, die mir in der Seele wehtat: ich musste meine Wohnung auflösen. Natürlich ist Besitz nicht alles im Leben, aber wenn man eine komplett (neu) eingerichtete Wohnung hat (ein Umzug ins Ausland war halt damals bei der Anschaffung noch nicht geplant gewesen), dann ist es schon ein großer Schritt all diese Sachen auf einmal wieder aufzugeben. Aber… ich kann ja schlecht meinen Traum ins Ausland zu gehen aufgeben, nur weil ich schicke Möbel in der Wohnung habe, oder?

Viele meiner Freunde haben mich damals gefragt, wie ich das nur machen kann – einfach so alles aufgeben und losziehen. Eigentlich ist die Antwort recht einfach und ich habe sie aus einem meiner Lieblingsbücher “Sorge dich nicht – lebe!“: Wenn man vor einer Entscheidung steht, sollte man sich fragen, was das Schlimmste ist, was passieren kann. Und wenn man mit dem schlechtesten Fall, der eintreten kann, leben kann – dann sollte man es tun.

In meinem Fall hieß das also: Das schlimmste was ich mir vorstellen konnte, wäre gewesen, dass ich nach 1-2 Monaten im Ausland festgestellt hätte, dass ich es hasse. Dass ich schreckliches Heimweh habe und einfach ganz dringend wieder nach Deutschland will. Und dann? Naja… dann wäre es sicherlich nicht schön gewesen, allen sagen zu müssen „Okay… war nicht meins.“ und dann wieder nach Hause zu kommen. Aber: ich hätte es wenigstens versucht gehabt. Viel schlimmer fand ich damals die Vorstellung, dass ich diesen Schritt vielleicht nicht wagen würde – mich aber dafür mein Leben lang fragen würde, wie es wohl gewesen wäre, wenn ich mich doch getraut hätte.

Explore Dream DiscoverUnd: ich habe den Schritt vor zwei Jahren nicht bereut. Knapp 3 Monate nach dieser Kündigung, habe ich meine Möbel verkauft, die wichtigsten Sachen in Kisten verstaut und bei meinen Eltern untergestellt und bin mit zwei Koffern in der Hand in mein neues Abenteuer gezogen: ein Leben in Stockholm.

Das allerwichtigste was ich gelernt habe: wenn man einen Traum hat, sollte man versuchen diesen zu verwirklichen. Es war eine der schönsten Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe und ich bin sehr sehr froh, dass ich damals den Mut hatte, mein Leben in die Hand zu nehmen und den großen Sprung ins Ungewisse zu wagen.

Was ich dir damit sagen will?
Trau dich!

In jedem schlummert irgendwo ganz tief drin ein Traum. Ob du gerne Reisen willst, oder vielleicht ein Buch schreiben, eine Band gründen oder Fotograf werden – was auch immer: trau dich!

Es muss nicht gleich der ganz große Schritt sein. Man muss nicht gleich seinen Job kündigen und alle Zelte abbrechen. Ich habe gelernt, dass es vor allem wichtig ist, die ersten Schritte in Richtung seines Traumes zu wagen.
Meinen Job zu kündigen war damals sicherlich einer der größten Schritte in Richtung meines Traums – aber es war nicht der erste. Ich habe erst angefangen zu recherchieren, wo ich Jobs im Ausland finden kann. Dann habe ich meine Bewerbungsunterlagen auf Englisch übersetzt. Und erst als ich sicher war, dass ich wirklich ins Ausland will und dass das auch irgendwie klappen wird, habe ich gekündigt.

Was heißt das für dich?

Du willst nicht gleich die Koffer für eine Solo-Weltreise packen? Wie wär’s dann mit einem zweiwöchigen Urlaub ganz allein? Du traust dir nicht zu, gleich ein ganzes Buch zu schreiben? Dann setz dich doch einfach erstmal an ein paar Kurzgeschichten.
Wichtig ist: fang an, an deinem Träumen zu arbeiten. Dann wirst du sehr schnell merken, wie gut es sich anfühlt.

Einen Traum verwirklichenDas Leben ist zu kurz, um immer nur davon zu träumen, was wäre wenn man doch nur könnte… Probiert’s aus. Los! Jetzt! Sofort! Es wird sich lohnen!

Karina

Karina

Karina ist 30 Jahre alt und lebt in Leipzig.
Tauchen, Reisen und Bloggen sind ihre großen Leidenschaften. Wann immer es möglich ist, erkundet sie die Welt und berichtet auf Zauberhaftes Anderswo von ihren zahlreichen Erlebnissen.
Karina

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