Reiseblogger verraten ihre Geheimtipps für Kambodscha

Kambodscha. Auch wenn ich nur ein paar Tage in diesem Land war, hat es mich doch sehr verzaubert. Bekannt ist Kambodscha vor allem durch die riesige Tempelanlage von Angkor Wat. Einige Besucher schaffen es auch noch in die Hauptstadt Phnom Phen.

Doch fernab der touristischen Hauptrouten hat Kambodscha noch viel mehr zu bieten. Ich habe ein paar Reiseblogger nach ihren Geheimtipps für Kambodscha gefragt. Die Antworten sind so bunt wie dieses Land. Auf geht’s:

Stefan von Faszination Südostasien

Stefan Faszination Südostasien

Was ist dein Geheimtipp für Kambodscha?

Es ist wahrlich kein Geheimnis mehr, dass sich mit Koh Rong und Koh Rong Samloem zwei traumhafte Inseln vor der Küste Kambodschas befinden. Mit ziemlicher Sicherheit wird dort in den nächsten Jahren viel gebaut werden. Daher mein Tipp: lieber jetzt als später hinfahren.

Welchen Ort sollte man unbedingt besuchen? Was macht diesen Ort besonders?

Die Kleinstadt Kampot im Süden des Landes hat mir sehr gut gefallen. Viele Touristen fahren daran vorbei oder kommen nur für einen kurzen Aufenthalt. Aber Kampot eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung. Diese ist mit den vielen Reisfeldern, der Atmosphäre am Fluss und einigen (kleineren) Bergen landschaftlich reizvoll. Zudem gibt es ein paar Höhlen sowie Plantagen, auf denen der berühmte Kampot-Pfeffer wächst. Und auch bis zur Küste ist es nicht weit. Hier kannst du dir prima ein Motorrad leihen und die Gegend auf eigene Faust erkunden. Besonders schön sind die Sonnenuntergänge in einer Bar am Teuk Chhou River.Kamobdscha Kampot

Gibt es ein besonderes Essen was dir in Erinnerung geblieben ist?

Das kambodschanische Nationalgericht Amok bleibt alleine wegen seines Namens in Erinnerung. Dabei handelt es sich um ein Curry, das mir jedoch verglichen mit denen in Thailand oft zu mild war.
Ansonsten fand ich die Küche dort jetzt nicht so herausragend, da hatte ich in Südostasien schon Besseres auf dem Teller. Beim letzten Aufenthalt habe ich oft Sommerrollen gegessen, aber die kommen meines Wissen ja eigentlich aus Vietnam.

Was hat dich an Kambodscha am meisten fasziniert?

Ich muss sagen, dass ich die Menschen dort jedes Mal sehr herzlich und aufgeschlossen erlebt habe. Vor allem abseits der Touristenorte war ich meist schnell in ein Gespräch verwickelt. Aus diesem Grund fühlte ich mich in Kambodscha bisher immer sehr wohl.

Stefan vom Reiseblog Faszination Südostasien hat etwa 1,5 Jahre in Südostasien verbracht. Auf seinem Blog findest du zahlreiche Reiseberichte und Tipps für diese Region, sowie traumhafte Fotos von den schönsten Reisezielen in den südostasiatischen Ländern. Folg ihm doch auf seinen Social Media Kanälen: Facebook, InstagramTwitter.

Katharina von DiverettesKatharina Diverettes

Dive, party, sleep, repeat – Sihanoukville

Let’s face it – Kambodscha ist nicht gerade für Strand- und Badeurlaube bekannt. Doch neben den fantastischen Tempelanlagen von Angkor Wat, dem kolonialen Flair Phnom Pens und Trekking durch den Dschungel gibt es ihn doch: ganz im Südwesten des Landes liegt der Badeort Sihanoukville. Hier kannst Du abschalten und – für mich als Taucherin besonders wichtig – auch abtauchen. Und genau das haben mein Reisebuddy und ich auch gebraucht. Nach einer Tour durch das ruhige und träumerische Laos war Siem Reap wie ein lauter und hektischer Flash für uns. Drei Tage kletterten wir durch die Ruinen Angkors, verbrachten einen anstrengenden Tag in Phnom Pen und konnten dann in Sihanoukville erstmal wieder aufatmen. Zumindest kurzzeitig, denn Sihanoukville ist alles andere als ein verschlafener Ort in dem Du nur in der Hängematte hängst.

Das Epizentrum Sihanoukvilles ist der Serendipity Beach und auch wir landeten dort. Um eine vorzeitige Reservierung brauchst Du Dir keine Sorge zu machen, am Strand reihen sich Bungalows und Guesthouses aneinander und auch in den Querstraßen finden sich viele Unterkünfte. Wir wählten das Monkey Republic, das bis heute keine vorzeitigen Reservierungen über seine Website zulässt. Ruhe und Abgeschiedenheit findest Du hier mit Sicherheit nicht. Dafür aber jede Menge Spaß und andere Backpacker. Mit denen landeten wir dann zu späteren Stunde meist im JJ’s; einer zum Meer hin offenen Bar, deren ausufernde Strandparties wohl der Albtraum aller Backpacker-Eltern sind. Wem das zu laut und ausgelassen ist, der wird am Strand auch ruhigere Lokale finden, die frisches Seafood anbieten, während sich die Füße in den Sand graben. Beim Gedanken an das Cambodian BBQ läuft mir immer noch das Wasser im Mund zusammen. Hier grillst Du kleine Fleischstücke auf einem Metalkegel, der von einem mit Suppe gefüllten Topf umgeben ist, welche durch das Bratenfett einen besonderen Geschmack erhält. Das solltest du unbedingt mal ausprobieren!

Ko Rong StegUnd das Tauchen? Nach den Nächten nicht immer einfach! Doch wirst Du meist nicht direkt von Sihanoukville aus tauchen, sondern Trips auf die umgebenden Inseln machen.  So wie wir nach Ko Rong. Ein einsamer Traum mit langen einsamen Sandstränden und schönen Tauchgründen. Wir waren mit dem Dive Shop Cambodia dort, die uns mit einem netten Team betreut und uns bunte Tauchgänge beschert haben. Und genau wie überall in Sihanoukville galt auch hier:  Lass Dich treiben nicht stressen!

Seit Anfang 2015 hilft Katharina Tauchschülern die Faszination der Unterwasserwelt zu entdecken. Gleichzeitig bloggt sie auf www.diverettes.de über Tipps & Tricks, Reiseziele oder Ausrüstung. Dabei hat sie vor allem die Fragestellungen von Taucherinnen im Blick. Du findest Katharina natürlich auch auf Facebook, Twitter und Instagram

 

Florian von FlocblogFlorian Floctolus

Was ist dein Geheimtipp für Kambodscha?

Wer an Kambodscha denkt, denkt nicht an Traumstrände. Schade, denn die bekannte Insel Ko Rong bei Sihanoukville ist eine super Idee für einen Strandurlaub.

Mein Geheimtipp ist aber die unbekannte Kleinstadt und Insel Ko Kong an der Grenze zu Thailand, nur einen halben Tag von Bangkok entfernt. Die einzigen Touristen hier sind Thais, d.h. Du hast den Strand für Dich allein und kannst darauf ein Angkor in der Bambus-Strandbar trinken.

Welchen Ort sollte man unbedingt besuchen? Was macht diesen Ort besonders?

Der Ort, den man in Kambodscha unbedingt besuchen muss ist ohne Frage Angkor Wat. Schwieriger wird es mit Nummer 2. Die Hauptstadt Phnom Penh ist nicht besonders reizvoll und einer der für Reisende gefährlichsten Orte in Fernost. Ich würde stattdessen eher das kambodschanische Landleben genießen. kambodscha ko_kong3

Dafür bietet sich auf dem Weiterweg nach Thailand Battambang an, Stung Treng auf dem Weg nach Laos und auf dem Weg nach Vietnam lädt Kampot zum Verweilen ein. Alle drei Orte sind charmant, aber nichts Besonderes, so wie Kambodscha insgesamt.

Gibt es ein besonderes Essen was dir in Erinnerung geblieben ist?

Das Nationalgericht Amok vergisst man nicht, allein wegen dem coolen Namen. Lecker ist es auch, wie ein großer Teil der Khmer Küche.

Was hat dich an Kambodscha am meisten fasziniert?

Kambodscha ex-Angkor ist touristisch unberührt und für Backpacker eher ein Durchreiseland. Als Reiseziel kann Kambodscha es nicht mit seinen Nachbarn Thailand und Vietnam aufnehmen, sondern ähnelt eher dem verschlafenen Laos.
kambodscha ko_kong2Wenn Du einmal etwas Abstand vom Banana Pancake Trail brauchst, ist Kambodscha eine super Idee. Am Besten ein Fahrrad leihen und sich vor begeisterten kambodschanischen Kindern wie ein Popstar fühlen. 😉

Florian schreibt im flocblog über günstige Reiseziele wie Kambodscha mit Spartipps für Backpacker. Du findest ihn natürlich auch auf Facebook.  

Gudrun von Reisebloggerin.atGudrun Reisebloggerin

Mein Geheimtipp: Tonle Sap

Nach drei Tagen in Angkor Wat war ich ehrlich gesagt schon ein bisschen tempelmüde und ich sehnte mich nach Abwechslung. Ein Ausflug mit einer Rikscha zum Tonle Sap (bedeutet
auf Khmer „großer See“) kam da gerade recht.

Wir fuhren an riesigen Lotusblütenfeldern vorbei und erreichten in Kürze die Bootsanlegestelle. Der Tonle Sap ist ein ganz spezieller
See in Südostasien, denn er ändert zweimal im Jahr seine Fließrichtung. Durch die Schneeschmelze im Himalaya führt der Mekong im Frühling immens viel Wasser. Dieses Wasser wird ins Landesinnere gedrückt, der See schwillt um ein Vielfaches an. Ab November wiederum wechselt die Fließrichtung, da kein Wasser mehr nachdrängt. Für uns spielt Flut und Ebbe keine Rolle, wir steigen einfach in ein Boot und lassen uns zu den schwimmenden Dörfern bringen. Ja, richtig gehört: Schwimmende Dörfer!Schwimmendes Dorf

Es gibt kleine, große und riesige Boote, manche sind miteinander vertäut und bilden Inseln am Wasser. Ich erkenne eine Kirche, eine Schule und sogar einen Basketballplatz. Alles schwimmt! Fischerboote sind ebenso unterwegs wie fliegende Händler, die uns stolz ihre Fänge zeigen oder Erfrischungsgetränke anbieten. Unser Bootsführer fährt sehr respektvoll. Ich habe nie das Gefühl, er kommt den Booten oder eigentlich Häusern zu nahe. Nach circa einer Stunde
kehren wir zur Bootsanlegestelle zurück, unser Rikschafahrer lädt uns wieder ein und wir rumpeln zurück nach Siem Reap.

Gudrun schreibt seit 2010 über ihre weltweiten Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at. Willst du dich auch von ihren tolle Bilder verzaubern lassen? Dann folge ihr in den Sozialen Medien, zum Beispiel auf Facebook, Twitter und Instagram.

Thomas von Pixelschmittportrait-pixelschmitt

Mein Geheimtipp für Kambodscha ist eine Tempelanlage. Was sonst. Die meisten Touristen klappern mit einem 3-Tages-Ticket die bekanntesten Anlagen rund um Angkor Wat ab. Ich habe auch an sieben Tagen gefühlt ziemlich jede Anlage gesehen und dann habe ich noch einen Tipp bekommen:

Es gibt noch eine Anlage, die etwa 60 Kilometer von Angkor Wat entfernt liegt. Sie ist nicht mehr Teil des Archäologischen Parks und der Eintrittspreis also nicht inbegriffen.

Aber die weite Anreise und der Eintritt lohnen sich. Die Gegend um die Anlage wurde erst im Juni 2007 von versteckten Minen befreit und bei unserem Besuch im Sommer 2009 war noch kaum etwas los in der Anlage.

Und da fühlt man sich dann schon wie Indiana Jones. Auf dem Areal liegen riesige Steinquader kreuz und quer übereinander. Hallen sind eingestürzt und die Natur hat sich über die Jahre wieder viel zurück erobert. Der Dschungel ist eigentlich überall. Aber zwischen all dem Chaos sind noch wunderbare Reliefarbeiten erhalten, die darauf warten, entdeckt zu werden.

pixelschmitt-geheimtipp-kambodscha-beng-mealea

Wenn Dir also die Tempel von Ta Phrom gefallen, dann ist Beng Mealea die absolute Steigerung. Damit Du einigermaßen bequem durch die Ruine kommst, wurde inzwischen auch ein Holzsteg gebaut. Zusätzlich lassen sich noch viel Abschnitte mit keinen Klettereinlagen relativ problemlos erreichen.

Beng Mealea zählt zusammen mit Angkor Wat und Bayon zu meinen persönlichen Top 3-Tempeln.

Auf dem Blog Pixelschmitt.de schreibt Thomas über sein einjähriges Reise-Sabbatical, welches er in Japan, Australien, Neuseeland, der Südsee und in Südostasien verbracht hat. Du findest bei ihm aber auch Inspiration für Wochenendtrips und Städtereisen. Folge ihm im Social Web auf Facebook, Twitter und Instagram.

 

Hast du noch mehr tolle Tipps für Kambodscha?
Dann rein damit in die Kommentare!

 

Karina

Karina

Karina ist 29 Jahre alt und lebt in Leipzig.
Tauchen, Reisen und Bloggen sind ihre großen Leidenschaften. Wann immer es möglich ist, erkundet sie die Welt und berichtet auf Zauberhaftes Anderswo von ihren zahlreichen Erlebnissen.
Karina

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Bist du schon Facebook Fan?schliessen
Powered by LikeJS
oeffnen