Reiseblogger verraten ihre Geheimtipps für Bali

Ihr Lieben,

nachdem ich diese Woche schon den letzten Tauchartikel aus Bali geschrieben habe, muss ich euch nun den letzten Reiseartikel dieser Kategorie ankündigen. Aber da das Beste ja immer zum Schluss kommt und ich das Finale nicht ganz allein bestreiten wollte, habe ich mir Unterstützung geholt.

Ich habe meine Blogger-Kollegen nach ihren Geheimtipps für das Reiseziel Bali gefragt. Und hier sind die zahlreichen Antworten, die ich erhalten habe. Vielen Dank, an alle Blogger fürs Mitmachen und allen Lesern nun viel Spaß – auf euch wartet ein riesiges Feuerwerk an Inspiration für die nächste Fernreise nach Bali! 😀

Jana von Sonne und Wolken

Jana-Sonne-Wolken-BaliExotische Kultur und dabei trotzdem einfach zu bereisen – Bali ist das perfekte Einsteigerziel in Südostasien. Genau das war es auch bei mir und wird mir damit immer in besonderer Erinnerung bleiben. Ja, Bali ist touristisch, man findet aber immer noch Orte an denen man als Tourist noch fast alleine ist. Hier kommen meine Tipps, wie man dem Massentourismus entkommt und das indonesische Paradies auch heute noch genießen kann:

1. Keine Angst vor der Regenzeit: Generell kann man sagen, dass Bali auch in der Regenzeit ein empfehlenswertes Reiseziel ist. Die Niederschläge halten sich insgesamt in Grenzen und die Landschaft ist herrlich grün.

2. Das richtige Fortbewegungsmittel: Mobilität ist das A & O, wenn man Touristenmassen meiden möchte. Wenn man sich nicht selbst ans Steuer setzen möchte – die Straßen sind meist schlecht und die indonesische Fahrweise naja sagen wir mal rasant – kann man sich ziemlich preiswert ein Auto mit Fahrer mieten. Und manchmal findet man nicht nur einen tollen Fahrer, sondern auch einen neuen Freund.

3. Auf in den Norden: Das touristische Ballungszentrum von Bali ist der Süden. Für die meisten Reisenden ist die Stadt Kuta die Eintrittspforte nach Bali und auch wir haben unsere Reise dort begonnen. Wer es gerne ruhiger mag, findet in Balis Norden Ruhe und Erholung an einsamen und zum Teil menschenleeren Stränden.

4. Sehenswürdigkeiten, die noch nicht überlaufen sind: Ich bin ein riesiger Tempel Fan – und von denen gibt es auf Bali mehr als genug. Die Klassiker wie der Meerestempel Tanah Lot sind zwar wunderschön, aber auch unglaublich überlaufen. Ein Geheimtipp ist zum Beispiel der Pura Luhur Batukaru Tempel am Fuße des 2.276m hohen Vulkans Gunung Batukaru mitten im Dschungel.

5: Ubud genießen: Auch wenn Ubud nicht erst seit dem Film „Eat, Pray, Love“  kein Geheimtipp mehr ist, empfehle ich trotzdem, während eines Bali-Aufenthaltes ein paar Tage dort zu verbringen. Nirgendwo sonst auf der Insel kann man die Kultur und Religion Balis so erleben wie dort. Und bei einem Spaziergang in den Reisfeldern rund um die Stadt, begegnet man auch garantiert kaum einem Touristen mehr.

Mehr Bali-Reiseberichte von Jana gibt’s hier.

Matze von Pommesgibtsimmer

Matze - PommesgibtsimmerGeheimtipp:
Sofort raus aus Kuta! Verschwendet höchstens einen Abend beim Sonnenuntergang am Strand, aber dann auf nach Ubud oder an die Küste. Kuta ist nicht Bali.

Sehenswürdigkeit:
Von Ubud aus mit dem Roller auf den Vulkan Batur fahren und dort die absolut fantastische Aussicht auf den Vulkankrater genießen. Unterwegs riesige Reisterrassen besuchen und Tempel anschauen. Tipp: Nehmt Euch was Warmes zum Anziehen mit. Da oben kann es recht kühl werden.

Unbekannter Fleck:
Der Black Sand Beach bei Tukad Pakerisan (südlich von Ubud). Atemberaubend schwarzer Sand, große und starke Wellen, ein bisschen wie auf dem Mars das Ganze. Und – jedenfalls am Tag meiner Anwesenheit – kein einziger Tourist.

Carina von Pink Compass

Carina - PinkcompassWas ist dein Geheimtipp für Bali?
Hinfahren! Unbedingt!!
Bali an sich ist der Geheimtipp, da es dort so unglaublich viel zu sehen und zu tun gibt. Ich wette Du findest keine zwei Menschen die dort dieselben Orte besucht haben.

Besonders gut hat es mir gefallen mich in Ubud zu verlaufen. Und ja, das meine ich wörtlich. Einfach mal den Straßen aus dem Ort rausfolgen und sich verlaufen. Ich habe Menschen bei der Reisernte gesehen und ein schnuckeliges kleines Restaurant inmitten der Reisfelder ganz für mich allein gefunden. Traumhaft. Und zurück findet man immer!

Welches Hotel war besonders toll?
Ich war auf Bali nur eine einzige Nacht in einem Hotel und dann nie wieder. Es gibt so viele schöne Homestays auf Bali, bei denen Privatmenschen Zimmer vermieten und sich meist liebevoll um Dich kümmern. Das ist sehr günstig und viel heimeliger als jedes Hotel.

Sobald Du also irgendwo aus dem Bus steigst, erstmal von den ganzen Wolken an TukTuk Fahrern und Hotel-Werbern absetzen und ein wenig in den Straßen herumstreifen. Innerhalb weniger Minuten wird Dich ein Homestay-Besitzer einsammeln und nach Hause bringen…

Welches Essen sollte man unbedingt mal probiert haben?

Indonesisches vegetarisches Curry.
Und den berühmten Black Rice.
Und Früchte. Früchte, Früchte, Früchte.

Ich war einen ganzen Nachmittag damit beschäftigt mir auf dem Markt in Ubud jede einzelne Frucht die ich nicht kannte zu besorgen und auszuprobieren. Meine Favoriten: Mangosteen und die Schlangenfrucht. Das Ganze dann mit einem leckeren Mango oder Banana Lassy runterspülen. Ohje, mein Magen bekommt Fernweh…

Welche Sehenswürdigkeit darf man nicht verpassen?
Mir hat der Pura Ulun Danu Bratan sehr gut gefallen. Das ist einer der Wassertempel und ich hatte das Glück ihn auch noch im Nebel zu besuchen. Das machte ihn noch mystischer.
Die Reisfelder von Jatiluwih solltest Du Dir auch unbedingt anschauen. Solch ein saftiges Grün findet man nicht einmal hier in Irland!

Tobias von Kleine Weltreise

tobias-kleineweltreiseBali war eine wirklich tolle Insel, auch wenn es nicht immer leicht ist, von den Touristenströmen wegzukommen. Denn Bali ist zu Recht viel bereist. Eine tolle Unterkunft war Nick’s Homestay in Ubud, mehrere balinesische Pavillons waren um einen sehr schönen Hof mit vielen Vögeln (in Käfigen) gebaut. Allerdings haben die Vögel morgens schon ab 5 Uhr ihre eigene Party gefeiert. Trotzdem, die Stimmung im Hof war großartig.

Besonders lecker waren die Green Tea Ice Shakes in Ubud. Gerichte, die wir jedem empfehlen ist der frische gegrillte Fisch am Meer und der Klassiker Beef Rendang. Eine tolle Sehenswürdigkeit ist der Mount Batur bei Sonnenaufgang, so beschwerlich der Aufstieg war, so beeindruckend war das Erlebnis.

Als unbekannten Flecken würde ich den Aussichtspunkt an der nördlichen Straße in der Mitte der beiden Seen Danau Tambligan und Danau Buyan bezeichnen. Die Sicht über die Seen und die angrenzenden Berge/ Vulkane war richtig schön.

Mehr Bali-Reiseberichte von Tobias findet ihr hier.

Ute von Bravebird

Ute - BravebirdWas ist dein Geheimtipp für Bali?
Drei besondere Tage wären für mich zum Beispiel: 1.) Zum Sonnenaufgang morgens um 4 Uhr den Vulkan Batur besteigen und danach den Tag am Lake Batur in einem kleinen Dorf mit eisgekühltem Bintang-Bier bis zum Sonnenuntergang verbringen. 2.) In Ubud über den Markt schlendern, durch die riesigen Reisterrassen wandern, den Monkey Forest besuchen und in einem Hotel im Regenwald schlafen, wo mir Affe und Grille Gute Nacht sagen. 3.) Einen entspannten Tag am weißen Sandstrand des kleinen Fischerdorfes Jimbaran im Süden der Insel verbringen, zum romantischen Sonnenuntergang zum Hindu-Tempel Tanah Lot fahren und danach – zurück in Jimbaran – bei Kerzenschein am Strand frischen Fisch und Cocktails bestellen und davon träumen, dass der Urlaub nie zu Ende geht.

Welches Hotel war besonders toll?
Eine sehr nette Unterkunft für Backpacker ist z B. in Seminyak das Teka-Teki House. Die Spanne zwischen einfachen Unterkünften und maximalem Luxus ist auf Bali ganz extrem. Beim nächsten Mal würde ich versuchen, überwiegend bei Einheimischen unterzukommen, um mehr vom eigentlichen Leben der Balinesen mitzubekommen.

Welches Essen sollte man unbedingt mal probiert haben?
In den unzähligen Garküchen auf den Straßen kann man Babi Guling (Spanferkel), Bebek Betutu (Bali-Ente) und Saté-Spieße probieren. Aber auch Vegetarier kommen hier mit einem großen Angebot von Reis-, Curry- und Gemüse-Gerichten auf ihre Kosten. Mein Lieblingsrestaurant im höherpreisigen Sektor ist das KU DE TA in Seminyak. Sehr entspanntes Café del Mar-Feeling direkt am Strand mit guten Drinks, schönen Menschen und cooler Musik.

Welche Sehenswürdigkeit darf man nicht verpassen?
Zwei magische Plätze sind der bereits erwähnte Meerestempel Tanah Lot im Südwesten der Insel und der Wassertempel Ulun Danu am Bratan See im Norden.

Gibt es einen noch unbekannten Fleck, den du gefunden hast, zu dem man fahren sollte?
Bali ist zwar sehr touristisch, aber es hat auch ruhigere und authentische Seiten. Auf einer kleinen Insel mit einer so hohen Besucherzahl ist es allerdings gar nicht so einfach, noch unbekannte Plätze ausfindig zu machen. Besonders der Norden und Nordwesten ist wesentlich ruhiger und bietet viele Rückzugsmöglichkeiten und Aktivitäten, z B. kann man dort einige fantastische Tauchausflüge unternehmen oder durch kleine Dörfer fahren und bei Einheimischen essen.

Stefan von Faszination Südostasien

Stefan Faszination SüdostasienMein erster Besuch auf Bali begann mit einem Missverständnis namens Kuta. Nach ein paar Wochen in der Nebensaison in Thailand war uns der Sinn nach etwas Party. Wir entschieden uns dafür, am touristischsten Strand der Insel ein Quartier zu suchen. Hätten wir die Zweifel auf der Taxifahrt vom Flughafen doch ernstgenommen und ein alternatives Ziel angesteuert …
Immer mehr Hotels, glitzernde Shopping-Center und Fastfood-Restaurants schoben sich in unser Blickfeld. Ganze zwei Tage hielten wir es hier aus. Tagsüber am Strand ging es, abends wurde es unerträglich: betrunkene Surfer, Schlepper, Drogendealer, knatternde Mopeds auf den Gehwegen.
Positiv in Erinnerung blieb jedoch ein Ausflug zum Uluwatu-Tempel an der Südwestspitze der Halbinsel Bukit. Der ist sicherlich kein Geheimtipp, dafür aber ein Must-See auf Bali.
Das liegt gar nicht unbedingt an der besonderen Größe oder Architektur des Bauwerks, das zu den ältesten und heiligsten auf der Insel gehört. Herausragend ist die Lage an einer Steilküste mit phantastischer Aussicht auf den Indischen Ozean. Bei klarem Wetter ist sogar die Nachbarinsel Java zu erkennen.
Es gibt verschiedene gute Aussichtspunkte. Da ist zum einen die Terrasse des Tempels zu nennen. Hier geht es hinter der Brüstung tief hinunter. Etwa 90 bis 100 Meter beträgt der Höhenunterschied zwischen Klippe und Meer. Ununterbrochen krachen dort unten hohe Wellen gegen die Küste. Einen tollen Ausblick habt ihr zudem von einem Felsen, der über einen gepflasterten Weg entlang der Felskante zu erreichen ist. Besonders schön wird es am späten Nachmittag, wenn die Sonne untergeht.
Etwas störend sind lediglich die auf dem Tempelgelände lebenden Makaken. Die Affen haben es auf die Mitbringsel der Besucher abgesehen, wie zum Beispiel Brillen oder Kopfbedeckungen. Da kann es schnell passieren, dass plötzlich eines der Tiere mit eurer Kamera oben im Baum sitzt. Dann kommt in der Regel ein Einheimischer, der hinaufklettert und den Gegenstand zurückholt, dafür jedoch ein kleines finanzielles Dankeschön erwartet. Da das allerdings nicht immer klappt, solltet ihr lieber alles gut im Rucksack verstauen.
Für uns ging es übrigens von Kuta weiter auf die Gilis, denn da hatten wir insgeheim sowieso hingewollt. Aber Bali, wir kommen wieder. Du hast eine zweite Chance verdient. Oder besser gesagt: eine Echte!

P.S. (von Karina): Wollt ihr wissen, was meine Reaktion auf all diese tollen Insider-Tipps war?
Schahaaatz….!!! Können wir bitte bald wieder nach Bali fahren? Da gibt es noch so ein paar Ecken… die müssen wir uns unbedingt anschauen… 😀

Karina

Karina

Karina ist 30 Jahre alt und lebt in Leipzig.
Tauchen, Reisen und Bloggen sind ihre großen Leidenschaften. Wann immer es möglich ist, erkundet sie die Welt und berichtet auf Zauberhaftes Anderswo von ihren zahlreichen Erlebnissen.
Karina

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