Barcelona – Tipps für eine Städtereise

Im September war ich mit meiner Freundin Heidi unterwegs zu einem Weiberwochenende in Barcelona. Heidi? Die kennt ihr bereits aus ihren tollen Gastbeiträgen über Kuba. Heute gibt es von ihr ganz persönliche Tipps für einen Kurztrip nach Barcelona. Mit diesem Beitrag nehmen wir an der Blogparade „Die besten Tipps für Städtetrips“ des Jo Igele Reiseblogs teil. Viel Spaß beim Lesen, Karina 🙂

Auf der Welt gibt es einige sehr vielseitige und spannende Städte und Regionen. Ich durfte eine davon mit Karina kennen lernen, denn ich finde, dass Barcelona auf jeden Fall dazu gehört!

Unsere Zeit in Barcelona war kurz und ich habe längst nicht alles mit Karina erkunden können, was in dieser Stadt sehenswert gewesen wäre. Das macht aber nichts. Im Gegenteil: es macht neugierig auf mehr, auf einen weiteren Trip in diese tolle Stadt.
Mein erster Tipp für euch lautet: auch wenn ihr nur Zeit für ein verlängertes Wochenende habt, nehmt sie euch und genießt sie – zum Beispiel in Barcelona! Macht euch keinen Stress und denkt nicht ihr müsstet in der kurzen Zeit alles sehen – das geht nämlich nicht, also versucht es auch gar nicht erst. Ein Urlaub sollte für euch folgendes sein: entspannend und den Horizont erweiternd.

Aber nun mal Butter bei die Fische: Warum empfinde ich Barcelona als vielfältig und spannend?

1. Der Strand.

Unglaublich, wie nah der Strand am Stadtzentrum ist! Mein Tipp: Fahrt bei schönem Wetter mit der U-Bahn Linie L4 (Richtung La Pau) bis zur Station El Merasme Forum. Dort könnt ihr euch – wie wir – über diesen riesigen, leeren betonierten Ort wundern. Doch von dort aus, ist es nicht mehr weit zum nicht-ganz-so-vollen Strand wie der bei Barceloneta.

barcelona_strandGenießt den schönen Sand unter den Füßen. Geht ins Meer und lasst euch von den Wellen tragen. Fühlt die Kraft der Sonnenstrahlen auf eurer Haut. Und freut euch, nicht ganz von den vielen Beachvolleyball-Feldern umhüllt zu sein. Ihr könnt dort locker einen Nachmittag entspannen. Es gibt Toiletten, Duschen, Getränke und Essbares direkt am Strand – also alles, was man braucht. Am Ende des Nachmittags könnt ihr euch zu Fuß auf den Weg zum Strandabschnitt Barceloneta machen – zurück in Richtung Zentrum – dem Sonnenuntergang entgegen.

barca_strand_sonnenuntergangVon dort aus empfehle ich euch einen kleinen Abstecher zur Eisdiele Gelats Dino. Ja, dies ist zwar eine große katalanische Kette, aber das Eis ist der Wahnsinn. Einfach lecker, wenn ich nur an dieses Tiramisu-Eis denke…!! Mmhhh… *schwärm*

Wenn ihr dann noch die vielen großen und kleinen Segel- und Motoryachten im Hafen von Barcelona bestaunt, habt ihr schon einiges von dieser tollen Stadt gesehen.

2. Die Stadt. Das Zentrum.

Alt und neu liegen in Barcelona eng beieinander. Mein Tipp: bewegt euch gern abseits der Ramblas. Denn nur wenige Gassen entfernt gibt es tolle Ecken. Dort wechseln sich kleine moderne Läden und verlassene, mit großen Schlössern versehene, Hauseingänge ab. Aber vielleicht werden auch die, sich dem Verfall  hingebenden Eingänge, bald genutzt und renoviert, so wie einige große Gebäude in der Stadt. Diese könnt ihr entdecken, wenn ihr hinter die Fassaden schaut. Die Hülle der Häuser bleibt oft bestehen und wahrt das Stadtbild, während innen kein Stein mehr auf dem anderen steht.

Es gibt natürlich auch viele Museen, Kirchen und Festungen… viele der Sehenswürdigkeiten haben wir nur von Außen gesehen, aber auch das war schön.

barcelona_stadtjpgAm Plaça de Joan Capri lädt der Mercat de Santa Caterina zum Schlendern ein. Das ist eine Markthalle mit: Fisch, Fleisch, Wurst, Käse, Obst, Gemüse, Süßigkeiten – alles was das Herz begehrt. An manchen Ecken lässt einen der Geruch von leckerem Essen das Wasser im Munde zusammen laufen. An anderen riecht es dann doch ein wenig zu fischig, um’s mal nett zu formulieren. Aber frisch und beeindruckend anzusehen ist es überall.

markt_barcelona_santa_caterinaNoch ein Tipp, wenn euch die Füße weh tun und ihr dennoch die Stadt erkunden wollt: eine Fahrrad-Tour durch Barcelona. So haben wir es zumindest gemacht. Wie das geht und was wir auf unserer Fahrrad-Sightseeing-Tour alles gesehen haben, könnt ihr in diesem Beitrag von Karina lesen: Radtour durch Barcelona. Dabei haben wir natürlich auch die Sagrada Família bestaunt, aber bei der Schlange vor dem Eingang zum Inneren fanden wir es von Außen noch imposanter. 😉

Übrigens: den Parc Güell haben wir nicht besucht, stört uns aber gar nicht. Wir haben so schon unglaublich viel erlebt!

3. Die Berge.

Auf der einen Seite der Strand, auf der anderen die Berge. Barcelona ist eingerahmt. Mit dem Zug zu weiter entfernten Gipfeln oder aber mit der Seilbahn zu den Nahen: das könnt ihr machen, wie es euch beliebt. Wir haben uns für die weiter entfernte und sehr spannende Variante entschieden. Den Bericht von unserer Wanderung findet ihr hier: Von Hexen, Waldgeistern und schwarzen Löchern – eine Wanderung zum Gorg Negre. Lest dort unbedingt rein, denn daraus haben wir gelernt: es ist kein klarer Himmel mit weiter Aussicht nötig, um eine schöne Zeit in den Bergen rund um Barcelona zu verbringen.

barca_gorg_negre barca_stausee_berg

4. Das Essen. Die Tapas.

Liebe geht durch den Magen – alles andere auch. 😀

Tapas, ob auf katalanische Weise mit einem Stück Brot und Spieß oder ganz einfach Tortillas mit Chorizo, Fisch oder auch nur Brot mit leckerem Olivenöl und Salz. Für jeden ist etwas dabei und das macht die Tapas für mich so angenehm und gemütlich.

barca_tapas_catalanUnser Lieblings-Tapas-Restraurant war eindeutig: El Xampanyet in der Carrer de Montcada, 22, 08003 Barcelona. Mein Tipp: Lasst ein wenig Platz im Bauch für den Nachtisch, der steht nicht auf der Karte, aber fragt einfach nach einer kleinen Zusammenstellung zum Nachtisch und lasst euch überraschen. Die Karte ist übrigens – stilvoll – nur auf Katalan (Spanisch) verfügbar. Schaut einfach was der Nachbar hat, wenn ihr selbst nicht wisst, was ihr wollt. Oder setzt euch in die Nähe der Küche ganz hinten und schaut was dort Leckeres vorbei getragen wird. Im El Xampanyet gilt übrigens : früh da sein (ca. 19 Uhr), auf einen Tisch warten oder einfach im Stehen essen.

barcelona_tapasbar_xampanyetWir haben leider meistens immer erst gegessen und getrunken bevor wir Bilder von den Dingen gemacht haben. Aber wie ihr seht, waren wir immer fleißig und haben unsere Teller leer geputzt. 😀

5. Übernachten.

Eine der häufigsten Fragen ist sicher für viele: welches Hotel oder Hostel ist das beste? Unsere persönliche Erfahrung bei unserem Kurztrip: wir haben nach einem Hostel mit Frühstück in zentraler Lage mit guten Bewertungen gesucht. Gewohnt haben wir dann im Hostel Fabrizzio’s Petit. Das Frühstück war super: es gab Toast-Brot und Marmelade sowie Müsli, Milch, Orangensaft, etwas Obst und Mini-Muffins – von allem so viel, wie wir wollten.

Die Bilder auf den Buchungsportalen zeigten vor allem das renovierte Bad im unteren Geschoss. Auf unserer Etage befand sich allerdings noch das stilechte 70er Jahre-Bad. Sah zwar nicht soooo toll aus, funktionierte aber alles. Außerdem war diese Etage schön ruhig. Solltet ihr im Hochsommer dort sein, müsst ihr allerdings darauf achten, dass ihr nicht – wie wir – ausgerechnet das Doppelzimmer mit dem Ventilator bekommt, sondern ein Zimmer mit Klimaanlage. Nur gut, dass wir nicht im Hochsommer da waren. ;D Sonst wären wir in unserem etwas dunklen Zimmer mit Ausblick in den grauen Mini-Innenhof, ganz schön ins Schwitzen gekommen. Einen tollen Ausblick auf die Stadt hatten wir aber wenigstens beim Frühstück vom großen Balkon aus.

barcelona_hostel_Fabrizzios_PetitDie U-Bahn-Station Passeig de Gracia war nicht weit entfernt vom Hostel, und dort hielt auch direkt der Zug (Linie R2) vom Flughafen El Prat.

Auch wenn das Zimmer nicht ganz dem entsprach, was wir erwartet hatten, kann ich euch dieses Hostel definitiv empfehlen. Die Leute dort waren super offen und hilfsbereit – wir haben uns dort sehr wohl gefühlt: klare Empfehlung.

Mein Fazit zu Barcelona.

Barcelona ist eine quirlige Stadt, das liegt nicht nur an den – vor allem im Urlaub offenen und glücklichen – Touristen, sondern auch an den Studenten und genauso an dem Gemüt der Stadt-Bewohner. Wobei wir uns haben sagen lassen, dass die Katalanen für uns Deutschen zwar entspannt scheinen – für viele Spanier aber Katalonien eher zur den unentspanntesten Regionen zählt. Daran merkt man wieder: alles ist subjektiv und das ist auch gut so. Wir haben unsere Zeit in Barcelona sehr genossen. 🙂

barca

 Was könnt ihr in Barcelona empfehlen? Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht oder vollkommen andere?

 

Heidi

Heidi

Heidi lebt im Norden Deutschlands. In ihrer Freizeit steht sie gern auf dem Wakeboard oder geht zum Yoga. Auf Zauberhaftes Anderswo schreibt sie regelmäßig Gastbeiträge über ihre Reisen.
Heidi

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